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Dekorieren mit Gartenzwergen

Für viele ist der Gartenzwerg geradezu ein Sinnbild für etwas "typisch Deutsches". Das macht ihn für die einen zu einem Klischee des deutschen Kleinbürgertums, für die anderen dagegen zu einem geliebten Gartenaccessoire mit großer Tradition. In der Tat erfreuen sich die kleinen Wichte hierzulande nach wie vor einer großen Beliebtheit.



Gartenzwerge gibt es in unzähligen Variationen


Seit dem 19. Jahrhundert wurden Gartenzwerge zu einer immer beliebter werdenden Gartendekoration. In dieser Zeit entstanden auch die klassischen Gartenzwerge mit obligatorischer roter Mütze und der Darstellung typischer Gartentätigkeiten. Oft tragen die Wichte dabei etwa einen Spaten oder eine Harke, schieben eine Schubkarre oder halten eine Gießkanne. Neuere Figurenmotive zeigen Zwerge bei Freizeit- und Hobbyaktivitäten oder mit technischen Geräten in den Händen. Hinzu kommen seit den Neunziger Jahren auch immer mehr unkonventionelle Motive. Dazu gehören etwa Politikerzwerge, welche bekannte politische Persönlichkeiten parodieren. Nicht weniger untypisch sind die sogenannten Antizwerge, die den Garten etwa mit Darstellungen von obszönen, ermordeten oder untoten Zwergen zieren.

Übrigens: Laut einer aktuellen Analyse sind Gartenzwerge in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg am beliebtesten. In Bremen und Mecklenburg-Vorpommern verzichtet man hingegen lieber auf die typisch deutsche Gartendekoration.

Was beim Kauf zu beachten ist


Gemäß der Internationalen Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge (IVZSG) trägt ein echter Gartenzwerg stets eine rote Mütze sowie eine grüne Schürze, sollte männlichen Geschlechts und nicht größer als 68 Zentimeter sein. Hochwertige Gartenzwerge sind aus Terracotta gebrannt und in Handarbeit entstanden. Für den Erwerb eines solchen Wichtes gilt allgemein der Grundsatz des antizyklischen Kaufens: So lassen sich in den Wintermonaten üblicherweise fast 25 Prozent sparen. Beim Aufstellen eines neuen Zwerges sollten ein paar rechtliche Aspekte beachtet werden. Zwar dürfen Hauseigentümer grundsätzlich so viele Gartenzwerge und in beliebigen Varianten aufstellen wie sie möchten, obszöne Antizwerge könnten allerdings als beleidigend empfunden und unter Umständen per Gerichtsbeschluss untersagt werden. Auch eine extrem große Anzahl an Figuren in einer Wohnanlage könnte zu Problemen mit der Justiz führen. Von daher ist es ratsam, sich bei diesen Modellen zuvor den Segen der Nachbarn einzuholen.

Weblinks: www.nanologie.ch, www.idealo.de/magazin/2018/06/18/gartenzwerge-in-deutschland-und-europa-was-steckt-hinter-der-roten-zipfelmuetze