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Kräuter ernten und konservieren

Wer Kräuter konserviert, kann sich wertvolle Vorräte für Küche oder Hausapotheke anlegen.

Der richtige Zeitpunkt: Morgens zwischen 10 und 11 ...
Foto: CMA

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Die beste Zeit, Kräuter zu ernten, ist der späte Morgen. In der Tageshitze verlieren die Kräuter deutlich an Aroma, der Morgentau sollte jedoch schon abgetrocknet sein. Jedes Kraut hat seinen eigenen Höhepunkt an Reife. Der Gehalt an Aroma und wertvollen Inhaltsstoffen ist dann am größten. Die meisten Kräuter werden kurz vor der Blüte geerntet. Lavendel, Oregano und Thymian bilden eine Ausnahme von dieser Regel: Sie schmecken im aufgeblühten Zustand am besten. Auch die Kräuter, von denen Blüten oder Samen verwendet werden sollen, müssen ganz ausreifen. In den Kräuterportraits (siehe Pflanzenlexikon) ist der Reifezeitpunkt einzelner Kräuter angegeben. Die Reife ist allerdings auch vom Wetter und von der Region abhängig, beobachten Sie also Ihren Garten aufmerksam, um den richtigen Zeitpunkt herauszufinden.

Behutsam mit dem zarten Kraut!
Der Kräuterkenner Mességué sagte: „Die Freundschaft der Pflanzen ist nicht leicht zu gewinnen. Bei der geringsten brutalen Berührung verschließen sie sich“. Diese Aussage sollte man sich vor allem bei der Ernte zu Herzen nehmen. Blätter und Blüten erntet man am besten mit den Händen. Härtere Stängel schneidet man mit einer scharfen Schere ab. Risse oder Verletzungen an den Pflanzen sollten Sie vermeiden. Legen Sie die Pflanzen locker in einen luftdurchlässigen Korb.

Kräuter reinigen und vorbereiten
Um ihr volles Aroma zu bewahren, müssen Kräuter nach der Ernte rasch weiter verarbeitet werden. Nur einwandfreie, gesunde Pflanzen sollten konserviert werden. Prüfen Sie die Kräuter also nochmals gründlich. Sie werden kurz gewaschen und auf Küchentüchern im Schatten getrocknet. Erst wenn die Pflanzen nicht mehr feucht sind, dürfen sie weiter verarbeitet werden.

Kräuter trocknen
Binden Sie die Kräuter zu lockeren Bündeln zusammen und hängen Sie diese mit dem Kopf nach unten auf. Der ideale Raum zum Trocknen ist schattig und gut belüftet. Auch wenn die aufgehängten Kräuterbündel in der Küche hübsch aussehen, ist es in diesem Raum meist zu feucht.
Wenn Sie die Kräuter im Ofen trocknen möchten, sollte die Temperatur nie höher als 30 Grad sein, sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle. Außerdem sollten Sie die Backofentür leicht geöffnet lassen. Auch ein Dörrapparat eignet sich zum Trocknen von Kräutern. Stellen Sie dabei die Temperatur auf die niedrigste Stufe.
Wenn die Kräuter rascheln und zwischen den Fingern bröseln, können Sie in Gläser und Dosen gefüllt und luftdicht verschlossen werden. Die Heilstoffe und das Aroma halten sich etwa ein Jahr.

Samen ernten
Von manchen Kräutern – dazu gehören Kümmel, Koriander oder Tee-Fenchel – sind besonders die Samen von Interesse. Um zu vermeiden, dass der Wind die Samen verstreut, sollten Sie die Dolden kurz vor der Reife schneiden und Aufhängen. Legen Sie ein Tuch oder Papier unter die Ernte, von dem Sie die ausfallenden Körner aufsammeln können.

Kräuter einfrieren
Tiefgekühlte Kräuter halten sich sehr lange, geeignet sind Petersilie, Dill, Bohnenkraut oder Schnittsellerie. Am besten kleine Portionen machen. Tipp: Befüllen Sie einen Eiswürfelbehälter mit Kräutern und geben Sie einige Tropfen Wasser hinzu. Sind die Miniportionen gefroren, geben Sie alle zusammen in einen Gefrierbeutel. Die kleinen Portionen können nach dem Auftauen gleich komplett verbraucht werden.