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Gut gepaart ist schon gewonnen!
Ein starkes Team – Stauden und ihre Partner


 
Ein starkes Team - Zwiebelblumen und Stauden
Stauden und Zwiebelblumen ergänzen sich ausgezeichnet: Die ersten Zwiebelblumen blühen schon, wenn sich die Blätter der sommergrünen Stauden noch gar nicht entfaltet haben. Später sind es die austreibenden Stauden, die mit ihrem frischen Blattwerk die vergilbenden Blätter der einziehenden Blumenzwiebeln verdecken. Den Blütenreigen eröffnen Schneeglöckchen und Winterling bereits im Februar, in milden Wintern sogar schon im Januar. Sie trotzen Eis und Schnee und wecken als erste die Vorfreude auf den Frühling. Später folgen Krokusse, Blausternchen, Vorfrühlingsanemonen, Porzellanblümchen und Schneestolz. Anschließend bringen Hyazinthen, Narzissen und Tulpen frische Frühlingsfarben in den Garten. Die Partnerschaft mit Stauden lohnt sehr: Spätblühende Zwiebelblumen mit intensiven Blütenfarben wie z.B. Tulpen, Hyazinthen und Narzissen sind schöne Begleiter für frühblühende Stauden, denn sie verstärken sich gegenseitig in ihrer Farbwirkung. Rote Tulpen beispielsweise bilden einen starken Kontrast zu den strahlend gelben Blütensternen der im April und Mai blühenden Gämswurz (Doronicum). Wegen der großen Sortenvielfalt lassen sich leicht auch Zwiebelblumen für attraktive Pflanzenkombinationen Ton-in-Ton finden.

Malerische Gartenbilder mit Stauden und Rosen
Wunderschöne Bilder entstehen durch die Kombination von Stauden mit Rosen. In der Natur wachsen Rosen oft zusammen mit Stauden und Gräsern. Ein zusätzlicher Vorteil einer solchen Partnerschaft ist die Möglichkeit, mit den Blütenfarben zu spielen. Weil es keine blau blühenden Rosen gibt, sind Stauden mit dieser Blütenfarbe besonders effektvolle Rosenbegleiter. Bodendeckende Stauden wie niedrige Glockenblumen (Campanula) oder Polsterphlox, sind prächtige Begleiter unter höherwachsenden Rosen. Neben der Gestaltung kontrastreicher Bilder gibt es auch die Möglichkeit, die Blütenfarben harmonisch Ton-in-Ton aufeinander abzustimmen. Falls bei zu viel Farbharmonie mehr Dynamik nötig ist, können Stauden mit auffälligen Blütenformen für Spannung sorgen. Mit ihren langen Blütenkerzen bringen z.B. Rittersporn (Delphinium) und Ehrenpreis (Veronica) Abwechslung ins Bild. Auch Stauden mit silbrig-grauen Blättern passen besonders gut zu Rosen. Diese Kombination wirkt sehr edel und solche Stauden gedeihen, genauso wie Rosen, gut an sonnigen Standorten. Jedoch muss bei der Kombination von Stauden und Rosen der unterschiedliche Nährstoffbedarf dieser beiden Pflanzengruppen berücksichtigt werden. Rosen benötigen häufig mehr Nährstoffe als Stauden. Deshalb sollte man Rosen und Stauden nicht mischen, sondern in natürlich fließenden Gruppen nebeneinander pflanzen. Je weniger streng gepflanzt wird, umso natürlicher wirkt das Beet. Ein weiterer Vorteil der Gruppenbildung ist, dass es leichter ist, die Pflanzen ihren unterschiedlichen Ansprüchen entsprechend zu pflegen und zu düngen.

Stauden und Gehölze
Bäume und Sträucher bilden das Gerüst des Gartens und sollten in keinem Garten fehlen. Stauden bedecken den Boden unter den Gehölzen und verhindern das Keimen unerwünschter Pflanzen. Gehölze mit tiefreichendem Wurzelwerk wie Zierkirschen oder Kiefern sind ideal, um mit Stauden unterpflanzt zu werden. Wichtig ist, dass die ausgewählten Staudenarten an die unter oder neben den Gehölzen herrschenden Licht- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Für schattige Gartenbereiche mit frischem, humosem Boden eignen sich unter anderem Frauenmantel (Alchemilla), Sterndolde (Astrantia), Elfenblume (Epimedium), Schaumblüte (Tiarella), Salomonssiegel (Polygonatum), Astilben und Farne. Stauden, die im trockenen Schatten unter Bäumen gedeihen, sind Bergenien und das Kleine Immergrün (Vinca minor). Selbst sehr trockene und schattige Standorte verträgt Aster divaricatus, die im Spätsommer wunderbar blüht.

Die Schönheit der Blätter nutzen
Bodendeckende Stauden im lichten Schatten alter Bäume sind nicht nur dekorativ, sie können auch das Keimen unerwünschter Pflanzen auf freien Flächen verhindern. Dichte grüne Teppiche bilden z.B. Elfenblume (Epimedium), niedrig bleibende Geranium, Golderdbeere (Waldsteinia ternata), Kriechender Günsel (Ajuga reptans) und Immergrün (Vinca). Bei der Gestaltung eines Schattengartens mit Gehölzen und Stauden kommt den Blättern eine besondere Rolle zu. Schöne Bilder entstehen beispielsweise, wenn man Farne und Rhododendron kombiniert. Die feinen, filigranen Wedel vieler Farnarten wie z.B. des Frauenfarns (Athyrium filix-femina) und des Tüpfelfarns (Polypodium vulgare) bilden einen reizvollen Kontrast zu den großen, kräftigen Blättern der Rhododendron.

PRAXISTIPPS:

- Farbe macht Laune
Farbe nach dem trüben Winterwetter: Klassiker im Bauerngarten und für Freunde der Farbkontraste sind rote Tulpen mit gelbem Gemswurz.

- Immer wieder etwas Neues
Bei geschickter Anordnung lässt sich ein dreifaches Blütenfest im Beet pflanzen: Blumenzwiebeln oder Frühlingsblüher, Frühsommerblüher und Herbstblüher. Im besten Falle wird die jeweils blühende Gruppe das einziehende Laub des Vorblühers verdecken und einen neuen Höhepunkt im Beet schaffen.

- Auf die Zwiebel, fertig los...
Die im Frühjahr blühenden Blumenzwiebeln werden im Herbst des Vorjahres gepflanzt. Ob als Gruppe, als Band oder als zufällig ausgestreute Farb- und Formenpracht ist Geschmackssache. Auch in ein bestehendes Staudenbeet können nachträglich Blumenzwiebeln gepflanzt werden.





Quelle: BdS
Weblink: www.stauden.de