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Der japanische Garten

Rasen, Steine, Wasser und Pflanzen werden in japanischen Gärten zu Bildern voller Symbolik komponiert  und verwandeln das grüne Reich in eine Insel der Ruhe.

Bilder voller Symbolik

In japanischen Zen-Gärten wird durch wenige Materialien, klare Formen und viel Blattgrün eine stille Atmosphäre geschaffen, die die Entspannung fördert.

Geprägt wurde dieser Gartenstil durch Mönche des Zen-Buddhismus. Sie schufen mit Harke und Heckenschere Bilder voller Symbolik. Auf kleinstem Raum werden Miniaturausgaben einer natürlichen Landschaft nachgebildet: Wasser- oder Kiesflächen stehen für das Meer, Steine symbolisieren die Ewigkeit und Beständigkeit und ragen als Inseln darin auf oder stellen Gebirgszüge nach.

Meist werden sie in Dreier-, Fünfer- oder Siebenergruppen platziert. Vor allem die Zahl Drei gilt bei Buddhisten als günstig, sie verkörpert nämlich Himmel, Erde und Menschheit.

Foto: EMS

Foto: EMS

Innere Ruhe und Gelassenheit

Viele Elemente der japanischen Gartenkultur lassen sich auf die Gärten der westlichen Hemisphäre übertragen.

Steine und Felsen für das eigene Refugium sollten zur natürlichen Umgebung passen - man sucht sie sich deshalb am besten in einem Steinbruch in der Region aus. Denken Sie daran, dass Sie für die Lieferung des tonnenschweren Materials geeignete Zufahrtswege benötigen, das Setzen erfolgt dann mit einem Kran. Den Transport kann der Steinbruch übernehmen.

Besonders gut zur Geltung kommen die Findlinge in einem wellenförmig geharkten „Meer“ aus Sand oder Kies. Dieses Landschaftsbild ist nicht nur schön anzusehen, auch die gestressten Füße werden bei einem Spaziergang über die Körnchen wunderbar entspannt. Tipp: Unter den Kies (Schütthöhe 8-10 cm) sollten Sie eine wasserdurchlässige Mulchfolie ausbreiten, um Unkrautwuchs zu unterbinden.

Gerne in japanischen Gärten werden auch Trittsteine verwendet, die oft außerhalb des üblichen Schrittmaßes verlegt werden. Dadurch soll die Aufmerksamkeit des Spaziergängers ganz auf das Gehen gelenkt werden, er soll aus der äußeren Welt der Unruhe und Hast in eine innere Welt der Besinnung hinübergleiten.