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Blumenwiese

Offene Grasflächen finden sich in fast jedem Garten. Diese vielfältig und mit bunten Blumen zu gestalten, bringt gegenüber einem monotonen englischen Rasen zahlreiche Vorteile: Blumenwiesen sind nicht nur schön, sondern auch preiswerter in der Anschaffung, und auch der Pflegeaufwand ist geringer.

Foto: Kiepenkerl

Foto: Kiepenkerl

Blumenwiesen sind nicht so pflegeintensiv wie Zierrasen, der gegebenenfalls alle zwei Wochen gemäht, von Unkraut befreit, regelmäßig gedüngt und mit Pestiziden behandelt werden muss. Auch nützen Blumenwiesen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt: Auf gepflegten Rasenflächen finden nur 5-6 Blumenarten Platz, auf Blumenwiesen bis zu 70 verschiedene Blumenarten. Blumenwiesen bieten Lebensraum und Nahrung für bis zu 3500 verschiedene Tierarten (darunter 1500 Insekten- und 25 Vogelarten). Lebendige Blumenwiesen mit ihren Bienen und Schmetterlingen sind für Kinder und Erwachsene ein spannender Beobachtungsort, in dem Natur erfahren und erlebt werden kann.

Planung und Gestaltung
Wie und auf welche Art die persönliche Blumenwiese gestaltet wird, hängt von mehreren Faktoren ab; d.h. von dem zur Verfügung stehenden Platz, den Lichtverhältnissen, der Bodenart und der Frage, wie intensiv der Garten – etwa durch Kinder – genutzt wird. Für nährstoffreiche Gartenböden eignen sich Blumenwiesen, Fettwiesen oder Feuchtwiesen mit Wiesenglockenblume, Rauhem Löwenzahn oder Margerite. Standorte mit mittlerem Nährstoffgehalt werden mit einem wärmeliebendem Saum (Wundklee, Natternkopf, Seifenkraut, Gemeines Leimkraut) eingesät. Auf mageren, sandigen und nährstoffarmen Böden wird ein blütenreicher Magerrasen oder ein Sandrasen angelegt (zum Beispiel Rundblättrige Glockenblume, Ästige Graslilie, Zypressenwolfsmilch, Sonnenröschen oder Sandthymian). Schattige Säume entlang von Hecken oder unter Baumgruppen oder an der Nordseite von Gebäuden werden mit schattenverträglichen Wildblumen (beispielsweise Kriechender Günsel, Gemeine Nachtviole, Ruprechtskraut, Knotige Braunwurz oder Echter Ehrenpreis) eingesät. Auch feuchte oder trockene Böden haben ihre eigene Flora.
Reine Blumenwiesen haben den Nachteil, dass sie den Großteil des Jahres nicht betreten werden dürfen. In intensiver genutzten Gärten mäht man daher Gehwege durch die Wiese oder sät einzelne Flächen wie eine Spielwiese oder einen Wäscheplatz, mit einem widerstandsfähigen Blumen- oder Kräuterrasen ein (zum Beispiel Gänseblümchen, Sandthymian, Heidenelke, Mauerpfeffer oder Gräser). Blumenrasen sind relativ trittfest, niederwüchsig, schnittverträglich und sehr gut für beanspruchte Flächen geeignet. 





Quelle: Naturgarten e.V.
Weblink: www.naturgarten.org