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Grüne Fassade: Vor- und Nachteile

Blühende, grüne oder herbstlich verfärbte Kletterpflanzen verschönern nicht nur die Fassade, sie schützen das Mauerwerk auch vor Wind und Wetter. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Haus mit Wildem Wein, Efeu, Glyzinie & Co. begrünen wollen, lesen Sie im Folgenden.

Foto: CMA

Foto: CMA

Kletterpflanzen bilden ein Luftpolster an den Wänden und gleichen dort als eine Art natürliche Klimaanlage Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen aus. Im Sommer schützt die grüne Fassade vor intensiver Sonneneinstrahlung und Schlagregen, im Winter profitiert man von den kostbaren, wärmenden Sonnenstrahlen, die nach dem Laubabwurf im Herbst ungehindert einfallen können. An ganzjährig beschatteten Nordfassaden wirken dagegen immergrüne Pflanzenarten als dämmende Pufferschicht, indem sie Wind und starken Temperaturabfall abmindern.
 
Ein weiterer Pluspunkt ist der positive Einfluss auf das Kleinklima. Wie alle Pflanzen verdunsten auch Kletterpflanzen Wasser und sorgen so für angenehm befeuchtete Luft. Sie senken durch die Aufnahme von Kohlendioxid den Schadstoffgehalt in der Luft und reichern sie gleichzeitig mit Sauerstoff an. Grüne Fassaden sind gute Staubfilter: Die Oberfläche einer bepflanzten Wand ist etwa um ein sechsfaches größer als die einer kahlen Wand und kann damit auch sechsmal soviel Staubpartikel aufnehmen. Auch Vögel und Insekten finden in einer begrünten Wand gute Lebensbedingungen. Für das ökologische Gleichgewicht sorgt die Natur dabei selbst, Insektenplagen sind nicht zu befürchten.