Das ganze Jahr ein Platz an der Sonne

Ein Sonnenbad in der kalten Jahreszeit - ein Wintergarten macht es möglich. Als Übergang zwischen Garten und Haus bietet er einen Platz für behagliches Wohnen nahe an der Natur. Ein verglaster Außenraum ist nicht nur eine preiswerte Wohnflächenvergrößerung, sondern trägt durch die passive Nutzung von Sonnenenergie auch dazu bei, den Energiebedarf zu senken.

Wintergärten erweitern den Wohnraum und senken den Energiebedarf /Holzkonstruktion ermöglicht flexibles Gestalten

Foto: CMA

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Immer mehr Bauherren machen sich diese Vorteile zunutze: Jährlich werden etwa 55.000 Wintergärten gebaut, Tendenz steigend.
Ob als Vorbau, verglaste Terrasse, Loggia, Balkon oder teilverglastes Dach - Wintergärten lassen sich auf vielfältige Weise gestalten. Viele Neubauten werden heute bereits mit einem Glasanbau geplant, doch auch ältere Gebäude können durch einen Wintergarten erweitert und damit erheblich aufgewertet werden. Um ihn harmonisch in die vorhandene Bausubstanz zu integrieren, sind bei Planung und Konstruktion die baulichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Da durch die Errichtung eines Wintergartens die Hausfassade verändert wird, ist eine Baugenehmigung erforderlich. Dazu müssen Bauherren einen so genannten bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser (Architekt oder Bauingenieur) beauftragen und je nach Bundesland auch einen Bauleiter benennen (Verantwortlicher, der die Zeit hat, die Arbeiten zu koordinieren und zu überwachen). Vorab ist durch eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt zu klären, ob laut örtlichen Bebauungsplänen und Gestaltungssatzungen ein Glasanbau errichtet werden darf. 

Tragfähig und zugleich flexibel: Holz
Bei einem Glasvorbau wird die Hauswand entfernt und durch eine tragende Konstruktion ersetzt. Dieses Gerüst hat zum einen die Last der Verglasung zu tragen, zum anderen muss es Schnee und Wind standhalten. Deshalb sollte das Material sehr stabil sein. Besonders geeignet ist Holz, denn es ist tragfähig und zugleich flexibel gestaltbar.
Wintergärten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Nutzung. Ein unbeheizter Anbau, der durch Glastüren zeitweise vom Haus abtrennbar sein muss, dient in erster Linie als Klimapuffer, um den Energieverbrauch im Haus zu senken. Wer mit seinem Wintergarten zusätzlichen Wohnraum schaffen möchte, der das ganze Jahr nutzbar ist, muss ihn regulär beheizen. Der Anbau benötigt eine gedämmte Bodenplatte sowie Wärmeschutzgläser, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung zu erfüllen. 

Wintergarten: Standort und Platzbedarf
Den passenden Standort wählen
Je nach Standort kann sich ein Wintergarten im Hochsommer bis zu 70 Grad Celsius aufheizen und so schnell zu einem Treibhaus werden. Vor allem Glasanbauten in Südlage sind intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt. Ein Wintergarten auf der kühleren Nordseite des Hauses ist bei ganzjähriger Nutzung hingegen mit hohen Heizkosten verbunden. Empfehlenswert sind Holz-Glas-Anbauten in Südwest- und Südostlage.

Genug Platz einplanen
Ein Wintergarten sollte genug Platz für Pflanzen und Sitzgelegenheiten sowie Bewegungsfreiheit bieten. Experten empfehlen eine Grundfläche von mindestens zwölf Quadratmetern. Mit Holz als Konstruktionsmaterial lässt sich der Innenraum sowohl in der Farbgebung als auch im Stil flexibel gestalten: von filigran bis hin zu rustikal, von ganz hellen über kräftig bunte Farben bis hin zu warmen Naturholztönen.

Wintergärten - Sechs Tipps von Profis
• Kostenvergleiche einholen für Planung (z.B. Architekt, Bauingenieur, Statiker) und Durchführung (Zimmerer, Fensterbauer).
• Holz verwenden wegen Gestaltbarkeit und Atmosphäre.
• Süd- oder Nordlage meiden.
• Fundament vom Fachmann errichten lassen (ehemalige Terrassen sind nicht ausreichend).
• Streichbare Materialien (zum Beispiel heimische Holzarten) garantieren Flexibilität für spätere Renovierung oder Wechsel des Wohnstils.


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