Gärtnern unter Glas und Folie

Nach der Winterpause wird die erste eigene Ernte besonders herbeigesehnt. Wer nicht gerade Geduld als Stärke hat, kann der Natur etwas nachhelfen – mit einem Frühbeet.

Foto: Beckmann

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In einem Frühbeet können Sie die ersten Früchte Ihrer Arbeit vier Wochen früher als im Freien erwarten. Denn mit Glas oder Folie abgedeckter Boden erwärmt sich schneller und speichert die Wärme auch besser. 



Schnell errichtet

Ein Frühbeet kann man einfach aus Brettern selbst bauen: Angespitzte Latten dienen der Verankerung im Boden. Die Seitenwände werden an den Ecken miteinander verschraubt. Die Höhe des Holzrahmens beträgt hinten etwa 50 cm, vorne etwa 35 cm. Die Neigung bewirkt, dass Regenwasser ablaufen und die Sonne besser eingefangen werden kann. Aus dem gleichen Grund sollte man das Frühbeet gen Süden ausrichten. Nach der Behandlung mit pflanzenverträglichen Holzschutzmitteln wird Erde eingefüllt und gepflanzt. Zur Abdeckung können Sie ausrangierte Fenster oder mit Luftpolsterfolie bespannte Holzrahmen verwenden. Alternativ können auch komplette Bausätze im Handel erworben werden. Es gibt sie aus Kunststoff, Holzzementplatten oder Holz, sogar mit automatischen Lüftungsöffnern.
Zur Verfrühung der Ernte sind auch einfache Folien oder Vlies geeignet.

Schützlinge fürs Frühbeet
AB Mitte Februar kann das Frühbeet in Beschlag genommen werden. Den kostbaren Platz im Warmen wissen die Samen von Radieschen, Frühlingsrettich, Kresse und Schnittsalat sehr zu schätzen. Auch Kopfsalat- und Schnittlauchpflänzchen beginnen in der Wärme bald zu treiben. Streuen Sie für den ersten eigenen Salat noch ein paar Kräutersamen, zum Beispiel von Dill und Borretsch, dazu. Die geschützten Beete können Sie natürlich auch nutzen, um die empfindlichen Südländer unter den Pflanzen wie Basilikum, Tomaten, Paprika oder Zucchini vorzuziehen. Nach den Eisheiligen dürfen dann auch sie aufs normale Beet. Alternativ erfüllt auch eine warme Fensterbank gute Dienste. Stellen Sie dort Schalen und Töpfe mit Sämereien auf, die sie mit einer Glasscheibe oder Plastikhaube abdecken. Das feuchtwarme Gewächshausklima darunter lässt die Samen schnell keimen.
Im Sommer ist im Frühbeet Platz für wärmeliebende Gurken, Paprika oder Melonen. 



Frühbeet
Prima Klima
Bei sonnigem Wetter wird es im Frühbeet schnell sehr warm. Lassen Sie frische Luft hinein, indem Sie die Fenster mit Holzstützen aufrichten oder komplett abdecken. Am Nachmittag, wenn es kühler wird, sollten Sie rechtzeitig alle Schotten wieder dicht machen, damit die Wärme nicht verloren geht. Gegossen wird am besten am Vormittag, aber niemals zur Mittagszeit, denn die Wassertropfen wirken bei Sonneneinstrahlung auf den zarten Pflänzchen wie Brenngläser. Im zeitigen Frühjahr benötigt Ihr Frühbeet zudem Schutz vor strengen Nachtfrösten. Wie eine Wärmedämmung wirkt eine äußere Packung aus Laub oder Stroh. Die Fenster schirmt man mit Bretter oder Schilfmatten ab.

Natürliche Heizung
Um die Vorgänge im Frühbeet zusätzlich zu beschleunigen, können Sie eine natürliche „Fußbodenheizung“ aus Pferdemist einbauen. Dazu wird bereits im Herbst ein 40–60 cm tiefes Loch ausgegraben und mit Laub oder Stroh ausgekleidet. Diese Schicht kann im Februar leicht wieder entfernt werden, während der Boden ansonsten oft noch gefroren ist. In die Grube wird 20–30 cm Pferdemist eingefüllt und schichtweise festgetreten. Darüber füllt man 20 cm gute Gartenerde oder reifen Kompost. Der „hitzige“ Pferdemist erwärmt nun die darüber liegende Erde und beschleunigt so die Wachstumsprozesse.

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