Die Königin und ihr Gefolge
04.10.2005

Die Königin und ihr Gefolge

Wer sich die Natur zum Vorbild nimmt, und die „Königin der Blumen“ auch im Garten mit einem abwechslungsreichen „Hofstaat“ aus Sträuchern und Stauden umgibt, kann sich an sehr gelungenen Szenerien erfreuen.

Foto: PDM

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Endlos lange Beete, in denen Rosenstöcke in Reih und Glied stramm zu stehen hatten, hielt man lange Zeit für die beste Methode, um die „Königin der Blumen“ ins rechte Licht zu rücken. Man befürchtete, dass Begleitpflanzen ihr schmuckes Erscheinungsbild stören könnten. Erst in den 1980er Jahren verliert die Rose im Zuge robuster Neuzüchtungen langsam ihren Status als anspruchsvolles Zuchtobjekt. Man erkennt, dass der gemeinsame Auftritt mit anderen Blühpflanzen einerseits der Gesundheit der Rosen förderlich ist, andererseits ihrem charmanten Wesen weitaus besser gerecht wird, als die ehemals knalligen Beete in Reinkultur. 

Die Königin und ihr Gefolge
Ruhige Kulisse für Rosenschönheiten
Wer einige Aspekte berücksichtigt, kann sich selbst natürlich wirkende, harmonische Bilder in den Garten zaubern. Ausgangspunkt aller Überlegungen sollte der Standort sein: Rosen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Platz und bevorzugen leicht lehmigen Boden, der allerdings guten Wasserabzug aufweisen muss. Denn Staunässe ist Gift für die lufthungrigen Wurzeln. Mit Ausnahme der strauchartigen oder kletternden Wuchsformen sollten Sie Rosen immer in kleinen Grüppchen anordnen. Gesellen Sie Nachbarspflanzen hinzu, die die Rosen nicht von ihrem Thron verdrängen, sondern ihre Anmut unterstreichen. Das ist besonders wichtig für Edelrosen, bei denen jede einzelne Pflanze eine Attraktion für sich darstellt. Sehr vorteilhaft kommen Rosen vor einem dunklen Hintergrund aus Sträuchern zur Geltung: Eine ideale Kulisse bilden zum Beispiel Schnitthecken aus Eibe, Buche oder Hainbuche, da sie mit ihrer zurückhaltenden, homogenen Struktur die zartgliedrigen Blüten zusätzlich in Pose setzen. Als traditionelle Einfassung sind niedrige Buchshecken oder Lavendel sehr beliebt. In letzter Zeit sind Kletterrosen verstärkt in Mode gekommen. Herrliche Farbklänge ergeben sich, wenn Sie großblumige Waldreben wie Clematis „Jackmanii“ oder „Gipsy King“ mit in die Höhe wachsen lassen. Auch Geißblatt (Lonicera x heckrottii) harmoniert gut mit der Rosenpracht. Die eher unauffälligen Blüten verströmen vor allem in den Abendstunden einen betörenden Duft. 

Die Königin und ihr Gefolge
Rosen im Duett mit Stauden
Ein besonders schöner Hofstaat für die „königliche Blume“ lässt sich aus dem Reich der Stauden zusammenstellen. Bringen Sie Struktur ins Beet, indem Sie die aufstrebenden Kerzen von Rittersporn, Fingerhut, Lupinen und Eisenhut oder die vertikalen Halme formschöner Gräser mit den runden Blütenbällen der Rosen kombinieren. Die quirligen Blütenköpfchen von Frauenmantel, Wolfsmilch oder Schleierkraut umspülen dezent dicht gefüllte Rosenblüten, während die violetten Kugeln des Riesen-Lauchs (Allium giganteum) oder die stahlblauen der Kugeldistel (Echinops ritro) für originelle Blickfänge im Rosenbeet sorgen. Es lohnt sich also durchaus, über die klassische Partnerschaft mit Lavendel oder Salbei hinaus zu denken, wobei auch diese durchaus ihre Berechtigung hat. Die ätherischen Öle vieler Kräuter halten nämlich Fraßschädlinge auf Distanz. So schützen zum Beispiel Lavendel, Salbei, Thymian oder Ysop vor Blattläusen. Zudem unterstreichen die aromatischen Kräuter den Duft der Rosen zusätzlich. Ein für die Nase unvergessliches Erlebnis kreieren Sie mit Bergminze, Ysop und Diptam, die sich sehr gut mit Rosen vertragen. 

Die Königin und ihr Gefolge
Untermalung mit Sommerblumen
Deutlich kleiner als das der Stauden fällt das Sortiment der Sommerblumen aus, die man gut mit Rosen kombinieren kann. Die teilweise sehr kräftigen Farben können der „Blütenkönigin“ leicht die Schau stehlen. Bewährt haben sich Schmuckkörbchen (Cosmos), duftende Levkojen (Matthiola), Mehliger Salbei (Salvia farinacea) oder Verbenen (Verbena). Auch Jungfer im Grünen (Nigella) oder Kapuzinerkresse (Tropaeolum) haben sich in Partnerschaft mit Rosen bewährt. Der große Vorteil von Einjährigen liegt darin, dass man weniger gelungene Kompositionen im Folgejahr verbessern kann.

Die Rose braucht „Privatsphäre“
Prinzipiell sollten Sie mit allen Begleitern aber nie zu nahe an die Rosenstöcke heran rücken. Vor allem Stauden und Sommerblumen bedienen sich im Frühjahr reichlich vom Nährstoffdepot im Boden, bevor die Rose überhaupt loslegt. Außerdem verhindert eine dichte Blattmasse um die Rosen ein schnelles Abtrocknen des Laubes, was einen Nährboden für Pilzkulturen begünstigt. Scheuen Sie sich also nicht, ausbreitungsfreudigen Pflanzen mit Schere und Spaten zu Leibe zu rücken. Es liegt zwar auf der Hand, wird aber dennoch oft vergessen: Bevor Sie Begleiter auswählen, vergewissern Sie sich, dass die Blühzeiten mit den Rosen übereinstimmen und, was noch wichtiger ist, dass die Standortansprüche die selben sind.

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