Die Familie der Königin
04.10.2005

Die Familie der Königin

Überaus lange Blütezeit und eine Fülle zauberhafter Blüten – Rosen sind die Königinnen in jedem Garten. Um ihre Schönheit angemessen zur Geltung zu bringen, ist es hilfreich, einen Überblick über das breite Sortiment zu haben.

ROSENGRUPPEN

Foto: PDM

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Strauchrosen:
Die bis zu 250 cm groß werdenden Sträucher sind im Garten vielseitig verwendbar, sei es in einer gemischten Rabatte, umgeben von Sträuchern und Stauden, oder in einer frei wachsenden Blütenhecke aus Ziersträuchern. Mit ihrem malerischen Wuchs bilden große Sorten auch in Einzelstellung, als Solitär, den Mittelpunkt des Gartens. Allen gemeinsam ist, dass sie relativ pflegeleicht sind und weniger stark zurückgeschnitten werden müssen als Beet- oder Edelrosen. Ein weiteres Plus der Strauchrosen ist ihre üppige Blütenpracht, die bei öfter blühenden Strauchrosen beinahe den ganzen Sommer anhält. Da das Ausbilden der neuen Blüten sehr viel Energie kostet, werden sie meist nicht so groß wie ihre einmal blühenden Kollegen, die auch Parkrosen genannt werden. Ebenfalls zu den Strauchrosen zählen die meisten Alten, Englischen und Modernen Nostalgierosen.

Die schönsten und robustesten Strauchrosen: ‚Angela’, ‚Astrid Lindgren’, ‚Bischofsstadt Paderborn’, ‚Centenaire de Lowdes’, ‚Grandhotel’, ‚IGA '83 München’, ‚Ilse haberland’, ‚Lichtkönigin Lucia’, ‚Marguerite Hilling’, ‚Romanze’, ‚Schneewittchen’, ‚Vogelpark Walsrode’.

Die schönsten und robustesten Alten Rosen: ‚Louise Odier’, Rosa gallica ‚Versicolor’, ‚Souvenir de la Malmaison’.


Edelrosen:
Teehybriden, wie Edelrosen auch genannt werden, sind die Stars unter den Rosen. Sie erfreuen mit großen, eleganten Blüten, die meist einzeln auf langen Stielen stehen. Jede Blüte ist eine Attraktion für sich, die man unbedingt in Sicht- und Riechweite pflanzen sollte, also in die Nähe der Terrasse oder entlang eines Weges. Ganz klar, dass sie auch einzeln oder in kleinen Grüppchen am besten zur Geltung kommen, eine flächige Pflanzung wäre Verschwendung. Begleitpflanzen müssen mit Bedacht gewählt werden, um nicht in Konkurrenz mit den Edlen zu treten. Ihre Schönheit unterstreichen flach wurzelnde Katzenminze (Nepeta), Storchschnabel (Geranium) oder Frauenmantel, aber auch ganz klassisch eine Einfassung aus Buchs. Vermeiden Sie jedoch zu enge Tuchfühlung, denn vor allem Edelrosen brauchen Licht und Luft um sich. Und mit einem weiteren Trumpf warten Edelrosen auf. Es gibt zahlreiche Sorten, die ausgezeichnete Schnittblumen sind. So können Sie sich ihren betörenden Duft auch ins Haus holen.

Die schönsten und robustesten Edelrosen: ‚Aachener Dom’, ‚Burgund '81’, ‚Christoph Columbus’, ‚Duftrausch’, ‚Gloria Dei’, ‚Lolita’, ‚Polarstern’, ‚Silver Jubilee’.

Beetrosen:
Bei den Beetrosen wirkt weniger der einzelne Blütenball, vielmehr stehen bis zu 30 Einzelstücke in dichten oder lockeren Büscheln verschwenderisch beieinander. Eine saubere Trennung zwischen den kleinblütigeren Polyantha-Rosen und den edelrosenartigen Büscheln der Floribunda-Rosen ist mittlerweile schwierig und scheint auch nicht unbedingt nötig, entsteht doch schon aus wenigen Metern Entfernung ein imposanter farbiger Blütenteppich. Wegen ihrer Fernwirkung sind sie auch für Beete in entfernter liegenden Ecken des Gartens interessant. Mit einer Wuchshöhe zwischen 40 und 100 cm bleiben sie schön kompakt und sind insgesamt robuster und krankheitsresistenter als ihre edlen Schwestern/Edelrosen.

Die schönsten und robustesten Beetrosen: ‚Bella Rosa’, ‚Bonica '82’, ‚Duftwolke’, ‚Edelweiß’, ‚Escapade’, ‚Friesia’, ‚Montana’, ‚Rosenprofessor Sieber’, ‚Sommermorgen’, ‚The Queen’, ‚Elizabeth Rose’.


Bodendeckerrosen:
Eine wunderbare Alternative zu herkömmlichen Bodendeckern sind Bodendeckerrosen. Aufgrund ihres dichten Blätterkleids und ihres flächigen Wuchses unterdrücken sie jeden unerwünschten Wildwuchs, zwei bis drei Jahre reichen, um eine Fläche zu schließen. Sie sind vielfältig einsetzbar, zur Begrünung von Flächen, als Beeteinfassung oder auch innerhalb von Staudenrabatten. Exemplare mit leicht überhängendem Wuchs wie „Estima“ oder „Yellow Floorshow“ sehen hübsch aus, wenn sie über Mauern oder Böschungen wachsen. Dabei brauchen die kleinen Rosenschönheiten nicht viel Pflege und sind wenig anfällig für Krankheiten – Sie sparen sich also viel Zeit und Mühe.

Die schönsten und robustesten Bodendeckerrosen: ‚Alba Meidiland’, ‚Aspirin-Rose’, ‚Ballerina’, ‚Celina’, ‚Heidetraum’, ‚Lavender Dream’, ‚Pink Meidiland’, ‚Sommerabend’, ‚Sonnenschirm’, ‚Swany’, ‚The Fairy’.


Kletterrosen:
Foto: CMA

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Keine Rosengruppe bietet mehr Blüten pro Quadratmeter als Kletterrosen. Sie verstecken kahle Hauswände unter rosigen Mänteln und verschönern Sitzplätze und Zäune, vorausgesetzt, Sie bieten den himmelwärts Strebenden eine entsprechende Rankhilfe. Genau betrachtet, handelt es sich nämlich gar nicht um Kletterpflanzen, denn ihnen fehlen Ranken oder Haftwurzeln. Sie brauchen immer eine Stütze, an der sich ihre Stacheln festhaken oder ihre Triebe angebunden werden können. Dabei entscheidet die Wuchsrichtung der Triebe über die Blühwilligkeit. Normalerweise würden die Triebe steil nach oben wachsen, immer der Sonne entgegen und mit wenigen Verzweigungen. Je waagrechter hingegen ein Trieb geführt wird, umso blütenreichere Seitenäste setzt er an. Der Blütenreigen beginnt ab Mitte Mai, und ein zweiter Höhepunkt stellt sich im September ein. Doch auch in der Zeit dazwischen öffnen sich immer wieder Knospen. Diese andauernde Blüte schmälert die Wuchskraft, dennoch sind Kletterrosen äußerst vital und werden bis zu drei Meter hoch. 

Die besten und robustesten Kletterrosen: ‚Dortmund’, ‚Goldener Olymp’, ‚New Dawn’, ‚Ilse Krohn Superior’, ‚Morning Jewel’, ‚Santana’, ‚Sympathie’. 

Ganz anders bei den Ramblerrosen, auch Schlingrosen genannt. Ihre weichen, biegsamen Triebe erobern mühelos Torbögen, Pergolen oder auch Laubengänge ohne künstliche Kletterhilfe. Auch lichte Bäume sind eine willkommene Stütze. Wenn die langen Blütenkaskaden von den Baumästen herabhängen, ist das ein zauberhafter Anblick. Zwar erscheinen die vielen kleinen Blüten nur einmal im Jahr – im Juni oder Juli –, aber dafür in verschwenderischer Fülle und über mehrere Wochen. Den Rest der Saison können die Rambler ausgiebig wachsen und bringen es deshalb spielerisch auf Höhen bis zu fünf Meter.

Die besten und robustesten Ramblerrosen: ‚Robbie James’, ‚Félicité et Perpétué’, ‚Flammentanz’, ‚Super Dorothy’, ‚Venusta Pendula’.

Hier finden Sie die Adressen der wichtigsten Anbieter.


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