Der Tausendsassa unter den Gräsern
Auch wenn der Name Schilfgras, unter dem der Miscanthus landläufig bekannt ist, vermuten ließe, das Gras bräuchte einen nassen Boden, so täuscht das. Es gibt tatsächlich Schilfgräser, die gerne in feuchtem Boden stehen, aber die meisten bei uns im Handel erhältlichen Sorten des Miscanthus sinensis, sind, wenn sie einmal etabliert sind, äußerst anpassungsfähig, pflegeleicht und robust. Sie kommen mit den unterschiedlichsten Böden gut zurecht. Im ersten Jahr nach der Pflanzung brauchen sie noch unsere Unterstützung: Sie sind dann noch nicht konkurrenzstark, aber das werden sie nach dem Einwachsen. Anders gesagt, wer am Anfang gut Unkraut jätet und das Schilfgras bei Trockenheit auch gießt, dem dankt die Pflanze durch gutes Wachstum in den Folgejahren. Die Miscanthus sind sommerfest und winterhart, brauchen keinen Dünger und sind nicht anfällig für Schädlinge oder Pilzkrankheiten.

Am Anfang aufgepasst
Von Anfang an gut gepflegt, gegossen und gejätet, hält der erwachsene Miscanthus Unkraut zurück, speichert Wasser und schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung. Er fördert sogar den Aufbau einer gesunden Humusschicht und verbessert das Bodenleben. Heute weiß man, wie wichtig ein gesunder, artenreicher Boden ist. Miscanthusmaterial ist pH-neutral, das macht die im späten Winter geschnittenen oder gehäckselten Halme zu einem interessanten Mulch im Gemüsegarten und auch bei den Erdbeeren. Besonders da, denn Schnecken meiden den scharfen Mulch!Im Sommer erreicht der Miscanthus seine volle Höhe, die sehr unterschiedlich sein kann, je nach Sorte auch in unterschiedlicher Farbigkeit. Die fedrigen Ähren bringen Dynamik in den Garten, sorgen aber auch für Struktur und eine interessante Textur. Gerade in der zweiten Jahreshälfte zeigt der Miscanthus, was in ihm steckt, ob silbrig in tiefstehender Morgen- oder Abendsonne, ob mit Tautropfen oder im Winter mit Raureif. Das Gras fängt das Licht wie kein anderes und das tut es bis weit in den Februar des nächsten Jahres. In dieser ganzen Zeit ist das Schilfgras willkommener Unterschlupf für Wildtiere und Lebensraum von Insekten. Ende Februar wird das Gras mit scharfer Schere oder Sichel bodennah geschnitten und treibt nach wenigen Wochen erneut aus.
Some like it Rot
Ein Blick ins Sortiment lohnt sich auch unter den Aspekten Form und Farbe, das gilt für Laub und Halme wie den Blütenstand. Hier spricht man von einer offenen, fächerförmigen oder überhängenden Rispe, silbrig hell, rötlich oder fedrig. Die Rispen erscheinen zwischen August und Oktober und können je nach Sorte aufrecht, kaskadenartig oder bogig überhängend wachsen. Im Laub besonders auffallend, aber längst nicht jedermanns Sache ist das Zebraschilfgras, manche nennen es auch Stachelschweingras. Die gelbgestreiften Halme stehen straff aufrecht und der steife Wuchs erinnert tatsächlich an die Stacheln eines Stachelschweins.
Pflanzung
Gepflanzt wird nicht tiefer als der Topf hoch ist in einen lockeren Boden. Das Pflanzloch sollte etwa dreimal so groß sein wie der Topfballen. Pflanze aus dem Topf nehmen, Wurzeln mit der Hand lockern, etwas Hornspäne oder Pflanzenkohle ins Pflanzloch, einsetzen, gut angießen und in den nächsten Wochen gießen und jäten. Sobald die Pflanze etabliert ist, kümmert sie sich um sich selbst und in der zweiten Jahreshälfte will sie einfach nur bewundert werden!Miscanthus, auch Schilfgras genannt, ist pflegeleicht, robust und vielseitig einsetzbar – ob als Solitär, Sichtschutz oder Beetpartner. Nach der Anwachsphase unterdrückt er Unkraut, speichert Wasser und fördert den Boden. Winterhart, schnittverträglich und dekorativ bis Februar bietet er Tieren Unterschlupf. Verschiedene Sorten punkten mit Höhe, Farbe und Rispenformen – von silbrig bis rot.
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