So lässt sich ein gemütlicher Cottage Garden gestalten
Üppig bepflanzte Beete, durch die sich ein Weg aus Feldsteinen schlängelt. Die Äste einer Trauerweide, die sich über einer saftig grünen Wiese romantisch im Wind wiegen. Und natürlich eine hinter hohen Hecken verborgene Sitzecke, die abseits des Alltagsstresses zum Entspannen einlädt.

Wodurch zeichnet sich ein Cottage Garden aus?
Der Cottage Garden gilt allgemein als das englische Äquivalent zum deutschen Bauerngarten. Allerdings verzichtet er auf feste Strukturen bei der Gestaltung von Beet und Co. Stattdessen zeigt er sich als eine Art wildes Paradies. Üppig wuchernde Pflanzen, verträumte Sitzecken mit gemütlichem Mobiliar und versteckte Überraschungen wie Springbrunnen oder Wasserspiele gehören zu seinen typischen Bestandteilen.Wie der Name es bereits verrät, geht dieser Gartenstil auf die Cottages – die kleinen Landhäuser der Bauern und Handwerker – im England des 19. Jahrhunderts zurück. Rund um die niedrigen Häuser zog sich meist eine farbenfrohe Mischung aus Nutz- und Ziergarten. Leicht verwildert und dennoch ästhetisch.
Akkurat gestutzte Hecken und Bäume, die etwa in einem asiatischen Garten zu finden sind, sucht man in einem Cottage Garden vergeblich. Statt auf klare Linien setzt der Stil auf eine größtenteils naturbelassene Idylle. Ob Kletterpflanzen, farbenfrohe Stauden oder aromatisch duftende Wildkräuter – sie alle scheinen sich ihren Platz ganz von allein zu suchen.
Doch was nach einem kontrollierten Wildwuchs aussieht, erfordert natürlich ein wenig Planung. Schließlich soll der Garten romantisch und gemütlich statt unordentlich und chaotisch wirken.

Welche Pflanzen passen in einen Cottage Garden?
Für viele Deutsche ist die Arbeit im eigenen Garten laut Studien Balsam für die Seele. Gießen, Unkrautjäten oder Umgraben können dabei helfen, Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern.Die positiven Aspekte der Gartenpflege kommen besonders dann zur Geltung, wenn sich Arbeit und Entspannung auf dem eigenen Grundstück die Waage halten. Das ist bei einem Cottage Garden unbestreitbar der Fall. Er ist optisch ansprechend, kunterbunt, wild-romantisch und gleichzeitig pflegeleicht.
Hauptsächlich verdankt er diese Eindrücke natürlich den Pflanzen, die in ihm wachsen. Typisch für den Stil, der einem englischen Märchen entsprungen sein könnte, sind etwa:
- Strauch- und Kletterrosen
- Lavendel und Fingerhut
- Pfingstrosen und Hyazinthen
- Rittersporn, Sonnenbraut und Sonnenauge
Rosen, Stauden und Kräuter bilden die feste Basis für einen englischen Landhausgarten. Ergänzt werden können sie vor allem mit niedrig wachsenden Sträuchern wie Flieder, Schneeball und Holunder. Diese eignen sich sowohl als Farbkleckse als auch als Blickschutz, um etwa versteckte Lese- oder Sitzecken im Garten zu erschaffen.
Worauf ist bei der Bepflanzung zu achten?
Zwar wirkt die Verteilung der Pflanzen in einem Cottage Garden auf den ersten Blick willkürlich. In Wahrheit jedoch unterliegt sie einem bestimmten Muster.Damit die Beete dicht bewachsen und dennoch harmonisch aussehen, werden die Gewächse terrassenförmig angeordnet. Je höher sie wachsen, desto weiter hinten stehen sie im Beet.
Dieser einfache Trick sorgt dafür, dass die Gartengestaltung wild und dennoch geordnet aussieht. Gleichzeitig verhindert die terrassenförmige Bepflanzung, dass einzelne Blumen, Stauden oder Sträucher optisch in der Masse untergehen.
Ein Cottage Garden vereint natürliche Üppigkeit mit romantischer Gemütlichkeit und wirkt dabei bewusst ungezwungen. Charakteristisch sind locker angelegte Beete, blühende Stauden, Rosen und Kräuter sowie versteckte Rückzugsorte. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und einer durchdachten, terrassenförmigen Anordnung entsteht ein harmonischer Garten, der sowohl Entspannung als auch naturnahe Schönheit bietet.
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