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Obstgarten: wichtig im Dezember

Im Obstgarten gibt es auch im Dezember einiges zu tun: Beerensträucher vermehren, Bäume schneiden, Winterschutz anbringen.

Vermehrung
Bei mildem Wetter können von Himbeeren Wurzelschnittlinge gezogen werden. Dazu werden 10 cm lange Wurzelabschnitte mit den Knospen nach oben flach in ein Pflanzbeet mit lockerer Erde gelegt und vollständig, aber flach mit Boden abgedeckt.

Brombeeren oder Weinbeeren vermehren Sie einfach, in dem Sie die Enden langer Ruten mit Erde bedecken oder mit einem Stein beschweren. Bis zum Frühjahr haben die Triebe bereits Wurzeln geschlagen und können abgetrennt werden.

Von Johannisbeer-, Stachelbeer- und Heidelbeersträuchern können nach dem Laubfall ca. 20 cm lange, gut ausgereifte Steckhölzer geschnitten, zusammengebunden und in feuchtem Sand kühl (aber frostfrei) gelagert werden. Im Frühjahr werden die Steckhölzer dann gepflanzt.

Auch bei Obstbäumen können an frostfreien Tagen Edelreiser geschnitten werden. Dazu werden gut ausgereifte, mindestens bleistiftstarke Triebe aus der Sonnenseite des Baumes verwendet, die nach dem Schnitt an einer schattigen, nicht zu feuchten und nicht zu trockenen Stelle im Gartenboden eingeschlagen werden.

Schnitt
Sonnige, frostfreie Tage können für den Obstbaumschnitt genutzt werden. Mit Baumsäge und scharfer Gartenschere geht die Arbeit leicht von der Hand. Infos zum Obstbaumschnitt finden Sie hier.

Pflanzenschutz
Fruchtmumien bei Apfel, Birne und Pflaume werden aus dem Baum entfernt, damit die Krankheitserreger sich von dort nicht erneut ausbreiten können. Auch krankes Fallobst wird entfernt.

Seit Anfang Oktober steigen die Weibchen des Kleinen Frostspanners in die Kronen, um dort ihre Eier abzulegen. Grüne Leimringe halten die Weibchen auf, werden aber auch oft zur Falle für Nützlinge. Besser sind Ringe aus Wellpappe, die nur am oberen Ende befestigt werden. Die gefangenen Falter mindestens einmal pro Woche einsammeln.

Das Apfellaub unter den Bäumen sollte jetzt entfernt werden. Auf den Blättern vom Apfel überwintern die Schaderreger von Schorf und Mehltau. Mit den ersten warmen Frühlingsregen werden die Sporen des Pilzes wieder hochgeschleudert und infizieren den frischen Austrieb. Eine Staudenunterpflanzung sorgt dafür, dass das Laub nicht direkt vom Regen getroffen wird.

Drahthosen schützen junge Obstgehölze vor Fraßschäden durch Kaninchen.

Foto: CMA

Foto: CMA

Winterschutz

Frostempfindliche Obstgehölze (Aprikosen, Pfirsiche, Kiwis, Wein) können jetzt mit Reisig oder Reetmanschetten vor Frost geschützt werden. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen.

Auf der Rinde von sonnenexponierten Bäumen treten an sonnigen Wintertagen extreme Temperaturschwankungen auf. Kalkanstriche können die Bäume vor Frostrissen schützen: Die weiße Farbe reflektiert und verhindert, dass sich die dunkle Rinde aufheizt.




Quelle: www.connatur.de