Unsere Online-Magazine: hausbau.net - bauen.com - fertighaus.com - kueche1.com
Navigator: Gartenkalender > Dezember
Ziergarten: wichtig im Dezember

Der Garten befindet sich in der Winterruhe. Doch umsichtige Gärtner kümmern sich auch im Winter um ihre Pflanzen, damit Sie die kalte Jahreszeit gut überstehen. Einigen Pflanzen scheint der Winter jedoch nichts anhaben zu können: Zaubernuss (Bild) oder Winterjasmin tragen jetzt ihre Blüten zur Schau.

Foto: PdM

Foto: PdM

Überwintern

Kübelpflanzen, Dahlienknollen oder Blumenzwiebeln sollten während der Wintermonate öfters auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden. Zu beachten ist, dass das Substrat (Sand oder Stroh), in das die Pflanzenteile gebettetet wurden, nie vollständig trocken fallen darf. Es darf aber auch nicht zu feucht sein, um die Gefahr des Pilzbefalls auszuschließen.

Pflanzen aus wärmeren Regionen benötigen einen Winterschutz aus Koniferenzweigen, Stroh oder Laub, um den mitteleuropäischen Winter zu überstehen. Dabei sind die häufigsten Schadursachen Staunässe, Eiswinde und Kahlfröste. Achten Sie also schon beim Pflanzen auf gut durchlässigen Boden (eventuell Kiessand oder Schotter einarbeiten) und einen windgeschützten Standort. So kommt mancher Mittelmeerbewohner selbst in Norddeutschland am richtigen Standort auch ohne Winterschutz aus.

Herbstlaub
Herbstlaub ist kein Müll! Die Laubdecke schützt Boden und Pflanzen und enthält wichtige Nährstoffe. Störendes Laub, z.B. auf dem Rasen, kann kompostiert werden. Gute Humusbildner sind Hainbuchenblätter, nur langsam verrottet Eichenlaub bzw. Kiefern- und Fichtennadeln.

Reisighaufen
Gehölzschnitt enthält Nährstoffe und sollte dem Kreislauf des Gartens nicht verloren gehen. Deshalb bietet es sich an, das Schnittgut zu häckseln (und als Mulchmaterial zu verwenden) oder zu Reisighaufen aufzuschichten, die Überwinterungsmöglichkeit für Igel, Blindschleiche, Kröten, Spitzmäuse, Gehäuseschnecken und Insekten bieten.

Winterpflege
Nach heftigen Schneefällen kann es sinnvoll sein, die Äste von Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast zu befreien, um unerwünschte Astbrüche zu vermeiden. Besonders gefährdet sind Immergrüne und Koniferen, auf deren dichtem Blattwerk besonders viel Schnee liegenbleibt.

Saatgut
Die im Laufe des Jahres geernteten Sämereien sollten öfters kontrolliert werden, um eventuelle Ausfälle durch Schadorganismen zu verhindern. Sind die geernteten Samen darüberhinaus noch nicht gereinigt worden, lässt sich diese Arbeit nun durchführen. Das gereinigte Saatgut sollte optimalerweise in Leinensäckchen an kühlen, trockenen und dunklen Orten gelagert werden, wobei eine genaue Kennzeichnung des Saatgutes mit Art bzw. Sorte und Erntejahr äußerst hilfreich ist.

Gartenteich
Die Lebewesen im Gartenteich benötigen Luft. Denn auch im Winter zersetzen Bakterien am Grunde des Teiches organisches Material, wie Falllaub oder abgestorbene Wasserpflanzen. Dabei verbrauchen sie Sauerstoff, so dass die Gefahr des Sauerstoffmangels unter geschlossener Eisdecke im winterlichen Gartenteich am höchsten ist. Im schlimmsten Fall kann der Teich unbemerkt "umkippen". Dadurch sterben die meisten Tiere im Teich. Auch Frösche, die sich zur Winterruhe im Schlamm eingegraben haben. Hängen Sie deshalb gebündeltes Schilfrohr ins Wasser, um den Luftaustausch zu ermöglichen. Schilfbereiche mit Röhricht verbessern ebenfalls die Sauerstoffversorgung im Teich.

Barbarazweige
Wer am 4. Dezember sogenannte "Barbarazweige" für die Vase schneidet, kann zu Weihnachten mit einem blühenden Strauß rechnen. Dazu geeignet sind Schlehe, Kirsche, Forsythie, Zaubernuss, Kornelkirsche, Hasel und Weiden.

Das Schneiden von Mistelzweigen ist dagegen nicht ganz unbedenklich, denn die extrem langsam wachsenden Pflanzen leiden unter der Sammelwut. Auf dem Markt angebotene Zweige sind zum Teil 10 bis 20 Jahre alt!




Quelle: www.connatur.de