Aus Abfall wird Gold
09.07.2024

Aus Abfall wird Gold

Des Gärtners Gold nennt man Kompost auch. Das macht Sinn, schließlich stecken in diesem Humus für Pflanzen kostbarste Nährstoffe. Man kann ihn selbst herstellen, indem man Garten-, aber auch Küchenabfälle einsetzt. Statt diesen „Müll“ in die Tonne zu werfen, schichtet man ihn in einer Ecke des Gartens zu einem Haufen und überlässt ihn den Mikroorganismen, die ihn in wertvollen Dünger verwandeln. Das ist praktisch, günstig und vor allem nachhaltig.

Einfach abwarten. Der Thermokomposter Aeroplus 6000 von Juwel übernimmt sogar das Umschaufeln und Wenden. Foto: Juwel / akz-o
Einfach abwarten. Der Thermokomposter Aeroplus 6000 von Juwel übernimmt sogar das Umschaufeln und Wenden. Foto: Juwel / akz-o

Was darf und was darf nicht?

Nicht alles organische Material darf auf den Komposthaufen. Rasenschnitt, Laub, Verblühtes, abgeschnittene Stauden und Gräser sind wunderbar geeignet. Wurzelunkräuter dagegen könnten die kleine Düngerfabrik überleben und mit dem Humus im Garten verteilt werden. In der Küche gilt: Rohe Obst- und Gemüseabfälle, Eierschalen, Teeblätter und Kaffeesatz gehören auf den Kompost, gegarte Abfälle und tierische Produkte dagegen nicht. 

Haufen oder Komposter?


Natürlich kann man die Zutaten gut vermischt auf einen lockeren Haufen schichten. Ein Rahmen aus Metall oder Holz, möglichst luftdurchlässig, hält die Mischung schön zusammen. Noch praktischer sind Komposter aus Kunststoff. In ihnen reift der Dünger dank höherer Temperaturen schneller. Besonders clever ist der „Aeroplus 6000“ von Juwel. Dieser besteht aus drei Kammern. Langsam wandern die grünen Abfälle von einer Station zur nächsten und verwandeln sich innerhalb weniger Monate in wertvollen Dünger. Durch das Mehrkammersystem entfällt das lästige Umsetzen, also Umschaufeln des Komposts. 
 
Ist der Komposter gefüllt, kann man die Arbeit den Mikroorganismen überlassen. Erst wenn der wertvolle Dünger auf die Beete gebracht werden muss, kommt die Schaufel zum Einsatz. Foto: Juwel / akz-o
Ist der Komposter gefüllt, kann man die Arbeit den Mikroorganismen überlassen. Erst wenn der wertvolle Dünger auf die Beete gebracht werden muss, kommt die Schaufel zum Einsatz. Foto: Juwel / akz-o

Mit Kompost düngen

Ein guter Zeitpunkt, seine Pflanzen zu düngen, ist das zeitige Frühjahr. Dafür streut man den reifen Kompost fein auf die Beete und arbeitet ihn leicht ein. Je höher der Nährstoffbedarf, desto mehr Kompost bekommt die Pflanze. Der hausgemachte Dünger eignet sich für sämtliches Grün – bis auf Moorbeetpflanzen. 

Bokashi für die Küchenabfälle

Auch in der Küche kann man Dünger produzieren. In einem Bokashi-Eimer sammelt man klein geschnittene Abfälle und fermentiert sie mithilfe von Effektiven Mikroorganismen. Auch hier hat Juwel ein passendes Produkt: Der „Sensei“ macht das Fermentieren leicht.
 
Obst- und Gemüseschalen, am besten unbehandelt, werden im Komposter in Dünger verwandelt. Foto: Juwel / akz-o
Obst- und Gemüseschalen, am besten unbehandelt, werden im Komposter in Dünger verwandelt. Foto: Juwel / akz-o
Der sogenannte Komposttee, der bei diesem Vorgang anfällt, lässt sich über einen Zapfhahn entnehmen und dient als Flüssigdünger. Die fermentierten Küchenabfälle können dagegen ins Erdreich eingearbeitet oder für zusätzliche Nährstoffe auf den Kompost gegeben werden. 
Quelle: Juwel H. Wüster GmbH


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