Verlegen ins Mörtelbett

In Mörtelbett verlegtes Pflaster sieht selbst nach Jahren des Gebrauchs nicht verbraucht aus. Für Kiesel, Fliesen oder Mosaik ist es sogar die einzige Möglichkeit, um sie dauerhaft haltbar zu machen.

Die Arbeitsabläufe beim Verlegen ins Mörtelbett ähneln dem Verlegen ins Sandbett (siehe Wege selbst verlegen), nur wird der Belag statt in Sand ins Mörtelbett gesetzt.

So wird’s gemacht:
Falls eine Betonplatte als Untergrund vorhanden ist, sollte sie gut mit einer Malerbürste angefeuchtet oder mit Haftgrund bestrichen werden, damit sich Pflaster und Platte gut verbinden.

Herstellen des Mörtelbetts:
Mörtel ist eine Mischung aus Sand (0/1 bis 0/3 mm) und Portlandzement 275 oder Eisenportlandzement im Verhältnis 4:1 bis 5:1. Es muss soviel Wasser zugegeben werden, dass der Mörtel weder zu feucht noch zu trocken aus der Mischmaschine kommt. Ist er zu nass, schwimmen die Steine davon, ist er zu trocken, können sich Stein und Mörtel nicht gut verbinden.
Der Zement bindet schon nach ein bis zwei Stunden ab, das heißt Höhenanpassungen der Steine und der Fugen müssen sofort vorgenommen werden.

Foto: Pflasterklinker e.V.

Foto: Pflasterklinker e.V.

Für Klinkerbeläge lohnt es sich, etwas mehr zu investieren und einen kalkarmen Trass-Zement oder einen speziellen Klinkermörtel zu kaufen, so dass Kalkausblühungen weitestgehend vermieden werden.

Verfugen der Pflasterzwischenräume:
Der Pflasterfugenmörtel ist nach Anleitung anzurühren. Das Material ist zur Verarbeitung bereit, wenn sich eine sahnige Konsistenz eingestellt hat, die einen guten Verlauf gewährleistet. Diese Fließfähigkeit nimmt jedoch abhängig von der Temperatur nach 10 bis 15 Minuten ab. Es darf deshalb immer nur eine in diesem Zeitraum verarbeitbare Menge angemischt werden.
Der fertig gemischte Pflasterfugenmörtel wird auf die vorgenässte Pflasterfläche aufgebracht. Bei einem Belag mit rauer Oberfläche und größeren Fugen wie Natursteingroßpflaster werden die Zwischenräume ausgegossen. Bei glattem Belag mit schmalen Zwischenräumen wie Klinker wird die Fugenmasse flächig mit einem Schieber verteilt.
Nach einer Wartezeit von etwa einer halben Stunde hat der Mörtel angezogen. Dies ist der richtige Zeitpunkt für das Abkehren der auf der Pflasteroberfläche verbliebenen Mörtelreste bzw. der Säuberung des Pflasters mit einem Fliesenlegerschwamm. Der Schwamm muss oft ausgedrückt und das Wasser ständig gewechselt werden.
Es ist wichtig, dass die Pflasteroberfläche restlos von Mörtelresten befreit wird, da nicht abgekehrte Bestandteile im Verlauf der Aushärtung des Bindemittels zunehmend fester an die Pflasteroberfläche gebunden werden.

Absäuern
Anfangs weist in Mörtel verlegtes Pflaster oftmals einen Grauschleier auf. Es handelt sich dabei um Kalkausblühungen, die jedoch mit der Zeit abwittern. Allerdings kommt man bei feinporigen Materialien wie Klinker um ein Absäuern des Belages nicht herum. Das Absäuerungsmittel löst den Grauschleier, der dann mit viel Wasser und einem Nasssauger entfernt werden muss. Die heutigen Mittel basieren nicht mehr auf Salzsäure, sondern auf der umweltfreundlicheren Ameisensäure. Dennoch sollte man das Reinigungsmittel nicht einfach wegschlämmen, da Rasen und Pflanzen Schaden nehmen.

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