Fassadenbegrünung: Klettertechniken und Kletterhilfen
04.10.2005

Fassadenbegrünung: Klettertechniken und Kletterhilfen

Kletterpflanzen haben im Laufe der Zeit unterschiedlichste Strategien entwickelt, um sich in die Höhe ans Licht zu ziehen.

Foto: OBI

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Manche Kletterpflanzen erklimmen mühelos Mauern und Wände, andere kommen nicht ohne eine Kletterhilfe aus. Unabhängig davon sind alle Pflanzen dankbar, wenn sie anfangs durch Anbinden in ihrem Aufwärtsdrang unterstützt werden.

Man unterscheidet verschiedene  Kategorien:

Haftwurzler: z. B. Wilder Wein (besonders flächendeckend: Sorte „Engelmannii“), Efeu, Kletterhortensie und Trompetenblume
Mit ihren Haftwurzeln oder -scheiben können sie ohne Kletterhilfe Wände erklimmen. Da die Trompetenblume nur mäßig Haftwurzeln ausbildet, ist sie für zusätzliche Unterstützung dankbar, sonst wächst sie eher strauchartig. Auch die Kletterhortensie bleibt niedriger, wenn sie keine Rankhilfen zur Verfügung hat, da ihre – vor allem im Alter – mächtigen Triebe oft nicht mehr von den feinen Haftwurzeln gehalten werden können.

Ranker: z. B. Glockenrebe, kletternde Kapuzinerkresse, Clematisarten
Sie umwickeln Kletterhilfen mit dünnen Auswüchsen (Ranken), die aus den Sprossen oder Blättern herauswachsen, und bevorzugen gitterförmige Kletterhilfen. Die Streben sollten dabei nicht zu dick sein. Als Faustregel gilt: alles bis zu Bleistiftstärke (zirka 7 Millimeter)! 


Schlinger/Winder: z. B. Hopfen, Geißblatt und Blauregen
Sie wachsen mit ihrem ganzen Spross um senkrecht stehende Drähte oder Stäbe, die ihnen als Stütze dienen.

Spreizklimmer: z. B. Kletterbrombeere, Kletterrose und Winterjasmin
An ihren langen Trieben bilden sie Stacheln, Dornen oder Seitensprosse aus, mit denen sie sich am Gerüst festhalten. Ein optimales Ergebnis erzielt man, wenn man sie an waagrecht ausgerichteten Holzlatten, Stäben oder Drahtseilen anbindet.

 
Kletterhilfen
Der Handel bietet ein umfangreiches Sortiment an montagefertigen Kletterhilfen aus Holz, Metall oder Kunststoff. Genauso gut eignen sich Eigenanfertigungen aus Latten, Stäben, Drähten, Schnüren oder Baustahlmatten. Metallgerüste sollten verzinkt oder durch einen Anstrich vor Rost geschützt sein. Holzgestelle sollten aus druckimprägniertem Holz bestehen oder mit einem pflanzenverträglichen Schutzanstrich wetterfest gemacht werden. Wichtig ist in jedem Fall der Abstand zur Hauswand. Damit sich ein dämmendes Luftpolster bilden kann und die Pflanzen genügend Entfaltungsmöglichkeiten haben, sollte er mindestens 10 bis 15 Zentimeter betragen, bei Schlingern/Windern eher mehr.

Die Abstände zwischen den einzelnen Elementen der Kletterhilfe sollten auf die Pflanzenart abgestimmt sein, damit sie sich frei entfalten und dennoch ausreichenden Halt finden kann. Folgende Richtmaße sollten für Maschenweiten einkalkuliert werden:
Schlinger/Winder: 25 cm Breite, 40 cm Höhe
Spreizklimmer: 45 cm Breite, 30 cm Höhe
Ranker: 30 cm Breite, 40 cm Höhe 
 
Frei stehende Spaliere erhalten eine Verankerung durch einen Balkenschuh aus rostfreiem Stahl in einem Betonfundament. Ansonsten bieten sich für die Befestigung Halteeisen oder Mauerhaken an, in die das Gerüst eingehängt wird. Sie werden mit entsprechenden Fassadendübeln angebracht. Praktisch sind Abstandsdübel, mit denen der Abstand zur Hauswand einfach justiert werden kann. Ansonsten arbeitet man mit Gewindestangen und Abstandhaltern aus Holz oder Aluminium.

Bei der Verwendung von einjährigen oder auch weniger dicht wachsenden Pflanzen
(z. B. Kletterrose, Geißblatt) sollte auch die Optik der Rankhilfen bedacht werden.

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