Balkonkästen – Bepflanzung und Pflege

Die Saison für Balkonblumen beginnt nach den Eisheiligen ab Mitte Mai. Mit etwas Know-how und Experimentierfreude schaffen Sie sich eine blühende Oase, die Erholung bietet und die Lebensqualität steigert.

Augen auf beim Pflanzenkauf: 

Foto: CMA

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Sommerblumen erhalten Sie in Bau- oder Gartencentern, auf Wochenmärkten, in Gärtnereien oder über den gärtnerischen Versandhandel. 

Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Punkte:
  Die Pflanzen sollten einen kompakten, gut verzweigten Wuchs aufweisen. Auf keinen Fall dürfen sie „überständig“ sein, d.h. schon zu lange in ihrem Pflanzgefäß stehen. Man erkennt derartige Pflanzen an ihren langen, sparrigen Trieben und an Wurzeln, die den Topfboden schon komplett umrundet haben.
Viele Knospen verheißen eine lang andauernde Blüte. Kaufen Sie keine bereits aufgeblühten Pflanzen. Um die gewünschte Farbe auszuwählen, reicht eine einzige offene Blüte völlig aus.
Das Laub sollte frisch und gesund aussehen. Kaufen Sie keine Pflanzen mit gelblichen oder fahl grünen Blättern. Betrachten Sie auch die Blattunterseiten, und vergewissern Sie sich, dass sich keine Schädlinge angesiedelt haben.
Der Topfballen sollte gut von Wurzeln durchzogen sein und gut zusammen halten. Die Wurzeln sollten hell, saftig und frei von Faulstellen sein.

Wie Sie einen Balkonkasten bepflanzen:
Decken Sie zunächst die Abzugslöcher in den Pflanzgefäßen mit Tonscherben ab. Die wenigsten Pflanzen vertragen Staunässe vertragen, sehen Sie deshalb eine Drainageschicht aus 2 bis 3 Zentimeter Blähton oder Kies vor. Legen Sie darüber ein Vlies oder ein engmaschiges Netz, damit die Drainageschicht nicht von der darüber liegenden Erde verschlämmt wird. Streuen Sie anschließend eine dünne Erdschicht über das Vlies, und setzen Sie die Blumen ein. Tauchen Sie trockene Wurzelballen vor dem Pflanzen in Wasser und verteilen Sie die Blumen zunächst im Kasten, um die Anordnung zu überprüfen. Füllen Sie dann die Zwischenräume zwischen den Pflanzen auf, und bedecken Sie den Wurzelballen etwa einen Fingerbreit mit Erde. Ein Blumenkasten von einem Meter Länge und 20 Zentimetern Breite und Tiefe fasst etwa 35 Liter Substrat. Am oberen Rand des Pflanzgefäßes sollten Sie einen Gießrand von etwa 2–3 Zentimeter frei lassen. Zum Schluss drücken Sie die Erde vorsichtig fest und gießen die Pflanzen gut an. Vor allem in den ersten Wochen sollten Sie die Blumen gleichmäßig feucht halten.


Das sollten Sie beachten:
Sommerblumen kommen meist aus dem Gewächshaus und müssen sich deshalb erst an ihr Leben im Freien gewöhnen. Stellen Sie sie einige Tage an einen hellen, kühlen Platz, der vor Regen, Sonne und Wind geschützt ist.
Damit keine Krankheiten übertragen werden, sollten die Pflanzgefäße des letzten Sommers vor erneutem Gebrauch gründlich mit Seifenwasser geschrubbt werden.
Innen unglasierte Gefäße sollte man vor dem Bepflanzen einen Tag lang in Wasser legen, damit sie sich vollsaugen können. Man verhindert so, dass sie den neuen Zöglingen die Feuchtigkeit entziehen, die sie zum Anwachsen benötigen.

Das Kleinklima auf dem Balkon
Nehmen Sie die Vorlieben Ihrer Balkonblumen ernst, denn sie haben es meist schwerer als ihre Verwandten im Garten. Ihr Wurzelvolumen wird durch Topf oder Balkonkasten eingeschränkt, und sie haben meist stärker mit Wind und Wetter zu kämpfen. Erkunden Sie also vor dem Einkauf die Lichtverhältnisse auf Ihrem Balkon. Ideal sind west- oder ostexponierte Balkone, da die pralle Mittagssonne den meisten Blumen wenig bekommt. Abhilfe für südliche Lagen schaffen Markisen oder Sonnenschirme. Aber auch ein Nordbalkon muss kein blütenloses Dasein führen: Den Schatten bringen Fleißiges Lieschen, Knollenbegonien oder die silbrigblättrige Taubnessel zum Leuchten. 

Abwechslung für Ihren Balkonkasten
Spitzenreiter der Balkon-Charts sind Geranien (botanischer Name: Pelargonien), Petunien und Fuchsien. Aber sie haben inzwischen jede Menge erlauchter Gesellschaft erhalten. Kosten Sie das üppige Sortiment ruhig aus. Stellen Sie den großen, auffälligen Blüten von Pelargonien oder Gazanien den zarten Blütenflor von Kapaster oder Aztekengold zur Seite. Ähnlich verfahren Sie mit den Blattformen. Kombinieren Sie die großen, ledrigen Blätter von Vanilleblume mit dem grazilen Laub von Männertreu oder Zweizahn. Kästen mit weniger als 16 Zentimetern Breite kann man nur einreihig bepflanzen. Abwechslungsreicher ist es hingegen, wenn man zwei oder drei Pflanzen hintereinander setzen kann. Schön sieht es aus, wenn Sie Ihre Balkonkästen symmetrisch aufbauen: In der Mitte dominante, aufrechte Arten, die seitlich von niederen, buschig wachsenden Formen gestützt werden, während die Randzone für hängende Pflanzen prädestiniert ist.

Hier haben wir für Sie einige Pflanzbeispiele für Balkonkästen zusammengestellt.



Pflegemaßnahmen:
Gießen:
Gießen Sie die Blumen, wenn die Oberfläche des Substrates 1-3 Zentimeter tief ausgetrocknet ist (Fingerprobe!). An heißen Sommertagen können bis zu 10 Liter Wasser pro laufendem Meter Balkonkasten nötig sein. Das heißt, einmaliges Gießen reicht an derartigen Tagen nicht aus. Bei kühlerer Witterung reicht es, alle 2–3 Tage Wasser zu verabreichen.
Wer Zeit hat, wässert am besten morgens. Wenn Sie abends gießen, sollten Sie nie zu spät zur Kanne greifen, damit die Blätter noch abtrocknen können; denn wenn die Pflanzen zu feucht in die Nachtruhe gehen, sind sie anfälliger für Pilzkrankheiten. Aus demselben Grund sollten Sie auch Blätter und Blüten grundsätzlich nicht mit Wasser benetzen, sondern gezielt in den Wurzelbereich gießen.
Lassen Sie das Gießwasser eine Zeit lang stehen, so dass sich der Kalk absetzen kann und es vorgewärmt ist. Am besten füllen Sie die Kannen nach jedem Gießvorgang sofort wieder für den nächsten.
Düngen:
Neue Pflanzerde enthält einen Vorrat an Nährstoffen, so dass die ersten 4–6 Wochen keine zusätzlichen Düngergaben nötig sind. Dann sollten etwa alle zwei Wochen Nachschub verabreichen. Unkompliziert ist flüssiger Balkonpflanzendünger, der nach Herstellerangaben dem Gießwasser zugegeben wird. Benetzen Sie dabei jedoch möglichst Blätter und Blüten nicht.
Wenn Ihnen das zu aufwändig ist, können Sie zu Langzeitdünger greifen, der bis zu 6 Monate vorhält. Die mit Harz umhüllten Kügelchen geben ihre Nährstoffe erst allmählich frei.
Ausputzen:
Verblühte Blütenstände sind nicht nur ein unschöner Anblick, sie verhindern gleichzeitig neue Blüten, da die Pflanze ihre Kraft in die Samenproduktion steckt. Die Folge kann eine unerwünschte Blühpause sein. Deswegen ist es wichtig, Abgeblühtes regelmäßig zu entfernen.

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